Köln - Kölner Dom

Zu einem der schönsten Sehenswürdigkeiten Deutschlands gehört der Kölner Dom. Die in der Rheinmetropole gelegene Kathedrale zieht jedes Jahr tausende Touristen nach Köln.

Die Geschichte des Kölner Doms beginnt bereits zu Römerzeiten. Christen erbauten auf dem heutigen Domarreal ihre ersten Kirchen. Als Mitte

des 13. Jahrhunderts die Gebeine der Heiligen Drei Könige nach Köln gebracht werden sollten, reichten die bestehenden Kirchen zur Würdigung der Könige nicht aus. Man entschloss sich zum teilweisen Abriss, und zum Neu- und Anbau einer Wallfahrtskirche. Die diesbezügliche Grundsteinlegung erfolgte 1248, eingeweiht werden konnten aber ab 1322 nur einzelne Seitenschiffe, wie z.B der gotische Chor.

Bis um das Jahr 1530 wurde unaufhaltsam weitergebaut. Äußerlich glich der Dom immer noch einem Fragment, innen hatten sich aber mittlerweile unglaubliche Kunstschätze angesammelt.

Der Kölner Dom blieb weiterhin eine Baustelle.

Ende des 19. Jahrhunderts machte der Kölner Dom erneut von sich reden. Von den Revolutionsgruppen wurde die Kathedrale zur Lagerhalle umfunktioniert. Die Baumaßnahmen musste gestoppt werden, und auch Gottesdienste fanden erst 1801 wieder statt.

Um die Kathedrale fertigstellen zu können, stifteten preußische Staatskasse und Dombauverein im Jahre 1842 Gelder für den Weiterbau. 1880 standen dann auch die beiden charakteristischen Türme des Kölner Doms.

Bauarbeiten am- und um den Kölner Dom finden auch heute noch statt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten Bombenschäden behoben werden, heute sind es Umwelteinflüsse, welche Restaurationsmaßnahmen nötig, und den Kölner Dom zur "ewigen Baustelle" werden lassen.

Der Besuch des Kölner Doms ist ein nachhaltiges Erlebnis. Als einer der größten Kathedralen der Welt, beherbergt der Dom Kunstschätze von unermesslichem Wert.

Der goldene Dreikönigenschrein mit den Sarkophagen und dem Schrein des heiligen Nikolaus, sei hier als das imposanteste genannt.

Besichtigt werden können aber auch die Grabkammern der, nach 1945 verstorbenen, Erzbischöfen des Doms.

Trotz der Vielzahl von Besuchern bleibt die Atmosphäre im Dom immer ruhig und andächtig. Viel Zeit ist nötig, um auch die weiteren Kunstschätze zu würdigen. Fußbodenmosaik und Chorgestühl, das 2,88 m hohe Gero-Kreuz, die Mailänder Madonna, der Klaren-Altar und der Altar der Stadtpatrone sind hier unbedingt zu erwähnen.

Wer schwindelfrei und gut zu Fuß ist, der geht anschließend auf der 509-stufigen Wendeltreppe bis ganz hinauf in die Turmspitze. Hoch über den Dächern von Köln, auf der dritthöchsten Kathedrale der Welt, hat man eine traumhafte Aussicht auf die Stadt, den Rhein und das Siebengebirge.

Zum Abschluss lässt man sich dann auf der Domplatte den Wind um die Nase wehen, und schaut den Pflastermalern bei ihren Arbeiten zu.